TMVZ

Telemedizinisches Monitoring zur Lenkung von Patientenströmen und zur Entlastung bei Erstbehandlungen in Kliniken und Praxen.

Die zentrale Funktion des TMVZ ist es, als Erstkontakt für Patienten des Klinikums zu dienen. Das Ziel ist, im telemedizinischen Erstkontakt eine Primäraufnahme von Beschwerden sowie ein Screening des Gesundheitszustandes von Patienten durchzuführen und auf dieser Grundlage eine medizinisch-fachgerechte Zuweisung der Patienten für eine adäquate gesundheitliche Behandlung vorzunehmen. Im Ergebnis wird davon ausgegangen, dass ein telemedizinisches Pre-Screening zu einer Entlastung bei der medizinischen Behandlung führt. Gesundheitsökonomisch ist eine Reduktion in Verwaltung und Behandlung von Patienten von bis zu 20 Prozent im Vergleich zu derzeitigen Aufwänden denkbar.

In Kooperation mit dem Forschungskolleg der Universität Siegen wird eine Arbeitsgruppe zusammengestellt, die die Aufgabe hat, aus medizinischer, informatischer und ethischer Sicht ein Konzept zu entwickeln für ein telemedizinisches Monitoring zur Lenkung von Patientenströmen, das zur Entlastung der Klinik bei Erstbehandlungen führt (Leitung: Prof. Dr. Brück und Prof. Dr. med. Braun). Das Projekt wird über seine gesamte Projektlaufzeit begleitet durch eine Akzeptanz- und Ethikforschung (Leitung: Prof. Dr. Dr. Niehaves).

Als ein mögliches Geschäftsmodell für das TMVZ wird eine unternehmerische Gemeinschaft (zum Beispiel ein Genossenschaftsmodell) von einem Klinikum einerseits und niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten andererseits diskutiert. Durch die Lenkung der Patientenströme zwischen Klinikum und Arztpraxen entstehen Synergien, die zur gegenseitigen unternehmerischen Entlastung, einer effizienten Steuerung und einer für die Patienten schnellen und hochwertigen Gesundheitsversorgung führen sollen.

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