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Telemedizinische Patienten-Anamnese durch nichtärztliche Praxisassistentinnen im Delegationsverfahren durch den Arzt

Um einer zukünftigen Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung zu begegnen, können telemedizinische Assistenzsysteme von großer Bedeutung sein. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Frage, wie Ärztinnen und Ärzte in ihren täglichen Praxisabläufen entlastet werden können. Versorgungswünschen von Patientinnen und Patienten soll gleichermaßen entsprochen werden.

Dieses Ziel der Entlastung kann durch ein telemedizinisches Delegationsverfahren erreicht werden, indem Hausärzte ihren Praxisangestellten die Aufgabe einer vorläufigen Patienten-Anamnese im telemedizinischen Erstkontakt übertragen. Dafür werden mit den niedergelassenen Allgemeinmedizinern drei Voraussetzungen erarbeitet:

  • Ein Katalog häufig vorkommender Krankheitsbilder wird entwickelt.
  • Ein Erkennen dieser Krankheitsbilder wird mit MPA trainiert.
  • Der Katalog von Krankheitsbildern samt Symptomen und
  • Indikatoren wird digital verfügbar gemacht und steht für telemedizinische Erstkontakte mit Patienten zur Verfügung.

Die Ärzte behalten im Delegationsverfahren die Letztentscheidung. Sie werden durch den telemedizinischen Erstkontakt in mehrfacher Hinsicht entlastet:

  • Patientenströme können vor dem Besuch in der Hausarztpraxis besser gelenkt werden und werden z.T. gar nicht erst vorstellig.
  • Patientendaten aus den erfolgten telemedizinischen Konsilen werden erfasst und in einer elektronischen Patientenakte verfügbar gemacht.
  • Eine gemeinschaftliche Weiterbildung der Praxisassistentinnen und -assistenten in der telemedizinischen Patienten-Kommunikation wird durch ein Netzwerk von Ärzten organisiert und supervidiert.
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