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DMGD der Universität Siegen zu Gast bei „Smarte.Land.Regionen“

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Bild: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Die Initiative Digitale Modellregion Gesundheit Dreiländereck der Lebenswissenschaftlichen Fakultät der Universität Siegen zielt auf den Aufbau einer Datenmedizin zur Entlastung der ländlichen Gesundheitsversorgung ab. Im Rahmen des Auftakts von „Smarte.Land.Regionen“ wurde die Initiative vorgestellt.

Mit dem Modellvorhaben „Smarte.Land.Regionen“ unterstützt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Landkreise bei der Entwicklung und Umsetzung digitaler Lösungen in der Daseinsvorsorge. Bei der Auftaktveranstaltung des Modellvorhabens war auch die Digitale Modellregion Gesundheit Dreiländereck zu Gast, vertreten durch Dr. Olaf Gaus, Leiter des Forschungsschwerpunktes an der Lebenswissenschaftlichen Fakultät der Universität Siegen.

Der Einsatz neuer technischer Möglichkeiten ist entscheidend, um das Lebens- und Arbeitsumfeld gerade in ländlichen Regionen attraktiv zu halten und um Herausforderungen auf dem Land zu begegnen. Einer solchen Herausforderung, nämlich der Sicherstellung der medizinischen Versorgung angesichts der immer weiter sinkenden Zahl niedergelassener Ärztinnen und Ärzte, widmet sich die Digitale Modellregion Gesundheit Dreiländereck (DMGD). Die Initiative der Lebenswissenschaftlichen Fakultät der Universität Siegen zielt auf den Aufbau einer Datenmedizin zur Entlastung der ländlichen Gesundheitsversorgung ab.

Auch im Rahmen des vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ausgeschriebenen Modellvorhabens „Smarte.Land.Regionen“ werden digitale Lösungen entwickelt, mit denen die Daseinsvorsorge in ländlich geprägten Landkreisen verbessert werden soll. Durch ihre Teilnahme haben die Landkreise die Chance, sich langfristig zu „Smarten.Land.Regionen“ zu entwickeln.

Insgesamt sieben Landkreise werden bei der Entwicklung und Umsetzung digitaler Lösungen im ländlichen Raum in den kommenden vier Jahren mit bis zu einer Million Euro durch das BMEL unterstützt. 15 weitere Landkreise profitieren von dem Modellvorhaben, indem sie je 200.000 Euro für die Durchführung eines Digitalprojekts innerhalb ihrer Digitalstrategie erhalten.

Am 15. April 2021 fand nun die digitale Auftaktveranstaltung des Modellvorhabens Smarte.Land.Regionen statt. Im Rahmen der Veranstaltung konnten sich die beteiligten Akteure austauschen, vernetzen und mit Expertinnen und Experten über die Entwicklung und Umsetzung digitaler Strategien und Lösungen auf dem Land diskutieren. Vertreten war auch Dr. Olaf Gaus, Projektleiter des LWF-Forschungsschwerpunktes Digitale Modellregion Gesundheit Dreiländereck (DMGD), der das Vorhaben in diesem Rahmen vorstellte.

Verbunden mit dem Modellvorhaben Smarte.Land.Regionen ist die DMGD unter anderem über den Gesundheitsregion KölnBonn e. V. Beide Initiativen kooperieren seit Ende 2020 miteinander und arbeiten an Projekten im intersektoralen und interprofessionellen Umfeld der Gesundheitsversorgung. Der als Mitglied zum Gesundheitsregion KölnBonn e. V. zählende Landkreis Neuwied wurde durch Smarte.Land.Regionen aufgefordert, einen Projektantrag einzureichen.

„Besonders wichtig für das Thema Digitale Gesundheit ist die Intersektoralität“, erklärte Dr. Olaf Gaus am Donnerstag in einer Diskussionsrunde zum Themenfeld Gesundheit und Sicherheit. „Wenn wir in der Praxis und in der Fläche Digitale Gesundheit gestalten wollen, dann müssen wir dies von Anfang an intersektoral ausrichten. Neben den Hausärztinnen und Hausärzten müssen wir also auch die Krankenhäuser, die Pflegeeinrichtungen und die Apotheken gewinnen. Im Mittelpunkt dieser Vernetzung stehen die Patientin und der Patient. In der Digitalen Modellregion Gesundheit Dreiländereck schlagen wir solch einen Netzwerkansatz für die Fläche vor.“

Dr. Olaf Gaus sprach sich außerdem für eine stärkere Delegation beispielsweise an Nicht-ärztliche Praxisassistent*innen und eine größere Autonomie der Patient*innen im Prozess der Digitalisierung von Gesundheit aus.

Im Zuge der Diskussionsrunde wurden einige Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Gesundheitsregionen und Projektvorhaben deutlich und der Wunsch nach weiterem Austausch und Kooperationen geäußert. In Zukunft soll dies über eine gemeinsame, von Smarte.Land.Regionen initiierte Kommunikationsplattform realisiert werden.

AutorIn: F. Walsdorff
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