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poliTE-Abschlussworkshop am FoKoS in Siegen

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Bild: L.Wnuck

Am 15. Oktober 2020 fand der Abschlussworkshop des poliTE-Projektes am FoKoS der Universität Siegen statt. Dank des hybriden Formats der Veranstaltung konnten verschiedene Forschungsgemeinschaften vernetzt werden, die gewinnbringende Impulse für die letzten Projektmonate lieferten.

Nach mehreren Corona-bedingten Planänderungen konnte der Abschlussworkshop des poliTE-Projektes in einem hybriden Format am 15. Oktober am FoKoS der Universität Siegen stattfinden: Während die Siegener Projektpartner (Dr. Bruno Gransche, Jacqueline Bellon, Sebastian Nähr-Wagener und Viktoria Ehrmann) sowie zwei Gastredner – Prof. Dr. Christoph Hubig (TU Darmstadt) und Prof Dr. Klaus Wiegerling (TU Kaiserslautern und ITAS/KIT Karlsruhe) – sich vor Ort am FoKoS befanden, wurde der Rest des Teams aus Bielefeld (Prof. Dr. Friederike Eyssel und Dr. Ricarda Wullenkord) sowie zahlreiche Zuhörende live über Zoom zugeschaltet. An dieser Stelle herzlichen Dank an die ausgezeichnete Arbeit des FoKoS-Technikteams, es hat reibungslos geklappt und richtig Spaß gemacht!

Inhaltlich gab Dr. Ricarda Wullenkord zunächst einen prägnanten Überblick über den derzeitigen Stand des Projektes, gefolgt von einer Analyse von Stärken und Schwächen des von poliTE entwickelten 5-Faktoren-Modells der sozialen Angemessenheit von Prof. Dr. Wiegerling. Prof. Dr. Hubig referierte über Soziale Angemessenheit – Leistungen und Grenzen ihrer technischen Implementierung. Zwischen den einzelnen Präsentationen gab es immer wieder die Gelegenheit Fragen für den finalen Projektverlauf zu diskutieren und die bisherigen Projektergebnisse mit einem kritischen Blick zu reflektieren.

Diese konstruktive Auseinandersetzung mit den Projektergebnissen von poliTE war darüber hinaus besonders auch deshalb instruktiv, weil Expert*innen aus verschiedenen Disziplinen zusammengebracht werden konnten. Ganz im Sinne der interdisziplinären Ausrichtung von poliTE konnte das 5-Faktoren-Modell so hinsichtlich Bedarfen, Anforderungen, Potenzialen und Hindernissen aus unterschiedlichen Perspektiven – d.i. von der Perspektive des Ingenieurs und der Informatikerin, über diejenige der Kulturwissenschaften und Sozialpsychologie bis hin zu weiteren philosophischen Einschätzungen – kritisch beleuchtet werden, so dass der Abschlussworkshop nicht zuletzt auch wertvolle Impulse zur finalen Überarbeitung in den letzten Projektmonaten liefern und zur Vernetzung verschiedener Forschungsgemeinschaften beitragen konnte. Gerade mit Blick auf das hybride Format der Veranstaltung und auf die multidisziplinäre Beteiligung kann so schließlich auch festgehalten werden: Verschiedene Wissenschaften über Sozialkontakt zu vernetzen ist in Zeiten von Corona schwierig, aber nicht unmöglich und durchaus angenehm und gewinnbringend. Wir freuen uns nun auf den Projekt-Endspurt, in dem unser Handbuch Theorie und Praxis soziosensitiver Systeme, sowie ein Sammelband zur Sozialen Angemessenheit vorbereitet und publiziert werden. Darüber hinaus wird eine Literaturdatenbank mit über 5000 Artikeln zum Thema online gehen.

AutorIn: Viktoria Ehrmann
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