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„Fundamentale Veränderungen im Gesundheitswesen“: Rückblick auf FoKoS-Vortrag beim SUMMERBird 2020

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Bild: Alexander Keil
FoKoS-Geschäftsführer Dr. Olaf Gaus geht in seinem Vortrag auf die zukünftige Nutzung individueller Gesundheitsdaten ein. Er meint, dass diese Daten für die regionale, intersektorale und interprofessionelle ambulante Versorgung eine große Rolle spielen werden.

„Die Veränderungen im Gesundheitswesen sind fundamental“, erklärte Olaf Gaus, Geschäftsführer des FoKoS der Uni Siegen, in seinem Vortrag „HealthChange – Der Einfluss der Datenmedizin auf die Gesundheitsversorgung“ vor Mitgliedern und Gästen des Gesundheitsregion KölnBonn e.V. beim online-Sommerfest „SUMMERBird“ am 24.09.2020. Insbesondere die zukünftige Nutzung individueller Gesundheitsdaten werde für die regionale, intersektorale und interprofessionelle ambulante Versorgung eine große Rolle spielen. Gaus sprach von einem „Paradigmenwechsel“, der den Patient*innen mittelfristig mehr Autonomie bei der Beurteilung und Steuerung eigener Gesundheitsthemen erlaube.

Diese Entwicklung erfordere neben einer Weiterentwicklung informatischer Standards allerdings auch eine sorgfältige ethische sowie juristische und soziologische Begleitung einer solchen Datenmedizin. Das FoKoS hat dazu gemeinsam mit der Lebenswissenschaftlichen Fakultät der Universität Siegen und einer Vielzahl weiterer Kooperationspartner die „Digitale Modellregion Gesundheit Dreiländereck“ (www.dmgd.de) als „Living Project“ entwickelt. Das Konzept ist wissenschaftlich interdisziplinär angelegt und kooperiert aktiv und anwendungsbezogen mit lokalen und regionalen Akteuren der gesundheitlichen Versorgung. Die dabei erprobten telemedizinischen Ansätze zur Unterstützung der Akteure, derzeit insbesondere der Hausärzte, werden durch Methoden und Verfahren der Künstlichen Intelligenz bei der Datenanalyse und -verarbeitung für ärztliches und nicht-ärztliches Personal nutzbar gemacht. Olaf Gaus: „Es kommt jetzt darauf an, die Möglichkeiten der digitalen Gesundheitsversorgung nicht nur in urbanen Zentren, sondern mit gleicher Qualität regional verfügbar zu machen. Dieses Ziel verfolgen wir mit regionalen, nationalen und international aufgestellten Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.“

AutorIn: Linda Ivanova
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