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Landesregierung Rheinland-Pfalz will Projekt zur mobilen Vitaldatenerhebung fördern

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Bild: Vanessa Simon
Die Landesregierung Rheinland-Pfalz will das Projektvorhaben „Red DataHealth" zur mobilen Vitaldatenerhebung in Wissen fördern: Alexander Keil, Dr. Olaf Gaus, Michael Wagener, Klaus Becher, Tom Rutert-Klein, Jennifer Siebert, Hubert Becher (v.l.n.r.).

Innovation in der digitalen Gesundheitsversorgung durch mobile Vitaldatenerfassung steht im Zentrum des Projektvorhabens „Red DataHealth“, das gemeinsam von der Hausärzteschaft der Wissener Verbandsgemeinde, dem Forschungskolleg (FoKoS) und der Lebenswissenschaftlichen Fakultät (LWF) der Universität Siegen erarbeitet wurde. Zwischenzeitlich wurde das Konzept, welches zunächst eine Studie mit „In-Praxi-Tests“ vorsieht, dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz vorgestellt. Das Projekt kann über das Zukunftsprogramm „Gesundheit und Pflege“ des Landes gefördert werden und gehört zu dem Dachvorhaben „Digitale Modellregion Gesundheit Dreiländereck“.

„Die rheinland-pfälzische Landesregierung nimmt eine aktive Rolle ein in der Gestaltung der digitalen Transformation unseres Gesundheitswesens, und sie lädt alle Akteure und auch die Patientinnen und Patienten ein, hieran aktiv und mit jeweils eigenen Beiträgen mitzuwirken.“, sagt der Stabstellenleiter für Gesundheit und Pflege im rheinland-pfälzischen Ministerium, Tom Rutert-Klein. „Red DataHealth“ möchte innerhalb der einjährigen Studie herausfinden, wie ein effizientes Entwicklungsprojekt zur Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung im ländlichen Raum durch Entlastung der Mediziner, aufgebaut werden kann. Dazu wird es neben Befragungen auch mindestens zwei „In-Praxi-Testphasen“ geben. Diese dienen dazu, mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie einer Auswahl von Patienten, Vitaldaten-Aufzeichnungen über Sensoren und Blut vorzunehmen und diese auszuwerten.

Die zentrale Fragestellung des Projektes ist es, welche Daten durch eine biochemische Analyse gewonnen werden können und ob diese Anamnese- und Diagnoseprozesse digital unterstützen können. Die Projektidee entstammt Vorarbeiten einer interdisziplinären Forschungsgruppe am FoKoS und der LWF, die unter der Überschrift „After Lab-on-a-Chip“ bereits an einem implantierbaren Mikrolabor zur Notfalldiagnostik und Langzeitüberwachung arbeitet. Parallel laufen derzeit Überlegungen, im Rahmen der „Digitalen Modellregion Gesundheit Dreiländereck“, ein telemedizinisches Labor einzurichten. Dort soll an biochemischer Sensorik, Telematikdiensten, Internet of Medical Things, mobilen medizinischen Datenanwendungen und virtuellen gesundheitlichen Welten (Augmented Realities, Virtual Realities) geforscht werden.

AutorIn: Vanessa Simon
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