Hessisches Ministerium für Soziales und Integration begrüßt Digitale Modellregion Gesundheit Dreiländereck

Hessisches Ministerium für Soziales und Integration begrüßt Digitale Modellregion Gesundheit Dreiländereck

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Das Forschungskolleg und die Stadt Haiger im Dialog mit dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration. V. l. n. r. Jörg Ernst (Stadt Haiger), Prof. Dr. Rainer Brück, Sebastian Pulfrich (Stadt Haiger), Sarah Watzlaw (Stadt Haiger), Christina Gericke (Ministerium), Nidal Baklouti (Ministerium), Dr. Olaf Gaus (FoKoS), Alexander Keil (FoKoS)
Bild: Vanessa Simon

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration begrüßt die Bemühungen, die „Digitale Modellregion Gesundheit Dreiländereck“ (DMGD) aufzubauen. Bei der Vorstellung der Projektidee in Wiesbaden lobten die Vertreter des Ministeriums das Engagement der Beteiligten und bewerteten die bereits erfolgte Einbindung von Krankenkassen in das Gesamtvorhaben positiv.

Das Konzept der Digitalen Modellregion Gesundheit Dreiländereck wird darüber hinaus der Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, Prof. Dr. Kristina Sinemus, vorgestellt werden. Erste Ergebnisse könnten bereits in einer in Haiger geplanten „Digitalen Praxis“, in Form eines Demonstrators in Haiger präsentiert werden. Die Stadt Haiger ist Ausrichterin des Hessentages 2022 und Partnerin der DMGD.

Im Dialog mit den Vertretern des Ministeriums stellten der Geschäftsführer des Forschungskollegs der Universität Siegen (FoKoS), Dr. Olaf Gaus, und Prof. Dr. Rainer Brück, stellvertretender Direktor des FoKoS und Studiendekan der Lebenswissenschaftliche Fakultät der Universität Siegen, die Strategie des Modellvorhabens vor und rückten das Teilprojekt „Digitale Praxis Haiger“ ins Zentrum der Betrachtung. Das Gespräch wurde von der Stadt Haiger initiiert und begleitet. Die Stadt liegt direkt auf hessischer Seite im Dreiländereck Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Da die gesundheitlichen Versorgungsproblematiken nicht an einer Landesgrenze enden, ist man offen, gemeinsame Lösungsansätze zu entwickeln.

In Haiger soll erprobt werden, wie durch die Auswertung patientenbezogener digitaler Gesundheitsdaten niedergelassene Fachärzte künftig bei der Diagnose und Behandlung unterstützt werden können. Mit Hilfe von Methoden der Künstlichen Intelligenz werden in einer Art Datenlabor Gesundheitsdaten von Patienten / Probanden erfasst und maschinell ausgewertet. Das Prinzip ähnelt dem Vorgang einer Blutuntersuchung im externen Labor. Arztpraxen erhalten nach Auswertung der individuellen Datenströme eine strukturierte Auswertung. Dieser Bericht weist prominent Signifikanzwerte aus. Diese sind einem Ampelsystem zugeordnet, das ausweist, ob die analysierten Werte einen definierten Normalbereich überschreiten oder unterschreiten. In der elektronischen Patientenakte sind diese Daten hinterlegt. Ein Warnsystem („Alerting System“) informiert den Arzt, wenn Handlungsbedarf besteht. Damit werden zusätzliche Indizien für die Dringlichkeit individueller Versorgung sichtbar, die sich nicht zuletzt auch auf die organisationale Gestaltung der Praxisabläufe auswirken und die „Ressource Arzt“ entlasten können. Als industrieller Kooperationspartner im Projekt der Stadt Haiger konnte die „German Edge Cloud GmbH“, ein Tochterunternehmen der Friedhelm Loh Group, gewonnen werden.

AutorIn: Vanessa Simon
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