FoKoS zu Gast bei Konferenz des Netzwerks Integrierte Forschung

FoKoS zu Gast bei Konferenz des Netzwerks Integrierte Forschung

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Vortrag von Dr. Bruno Gransche und Prof. Dr. theol. habil. Arne Manzeschke
Bild: Jacqueline Bellon

Am 25. und 26. November 2019 lud das Netzwerk Integrierte Forschung (BMBF) zur jährlichen Konferenz ein. Techniker, Soziologen, Juristen, Philosophen, Vertreter der Technikfolgenabschätzung, Informatik und Robotik kamen zusammen, um sich über die Integration sozialer, ethischer, juristischer, umweltbezogener und weiterer Aspekte in die Technikentwicklung auszutauschen.

Bei der Konferenz des Netzwerks Integrierte Forschung wurden Beispiele integrativer Technikentwicklungsprozesse, viele einzelne Projekte, ein Sammelband zum Thema und viele Ansätze zum Gelingen sowie Geschichten des Scheiterns integrierter Forschung und der dazu nötigen einzelnen Schritte vorgestellt und gemeinsam diskutiert.

Am FoKoS arbeiten Dr. Bruno Gransche, Dr. Michael Nerurkar und M.A. Jacqueline Bellon am Aufbau des Netzwerks Integrierte Forschung mit und organisieren thematisch die Diskussion Neuer Mensch-Technik-Relationen, das heißt: Beziehungs-, Kommunikations- und gegenseitige Einflussnahmeaspekte des Zusammenspiels von Mensch und Technik in unserer Gesellschaft, unserer Arbeit, unserem Alltag, unserem Wohnen und unseren Lebensgewohnheiten im Allgemeinen.

Dr. Bruno Gransche und Prof. Dr. theol. habil. Arne Manzeschke stellten den Sammelband Das geteilte Ganze (Springer 2020) vor. Auch das FoKoS-situierte Projekt poliTE – Soziale Angemessenheit für Assistenzsysteme wurde auf der Konferenz als Fallbeispiel integrierter Forschung vorgestellt. Die FoKoS-Mitarbeiter organisierten außerdem eine Session zu den neuen Möglichkeiten zwischen Sollen, Können und Wollen in Bezug auf Neue Mensch-Technik-Relationen. Hier berichtete Dr. Klaus Erlach vom Fraunhofer IPA aus der Perspektive der Fabrikplanung über seine Überlegungen zur Vereinbarkeit von Effizienz und dem menschlichen Bedürfnis, sich am Arbeitsplatz wohlzufühlen. Dr. Andreas Kaminski sprach über seine Arbeit am HLRS, in der es um Fragen der epistemischen Opazität von Computersimulationen geht.

Mit einer Keynote von Dr. Erik Fisher schloss die Konferenz mit einem Beispiel dazu, wie Integrierte Forschung praktisch umsetzbar ist: Mit der auf frühere Forschung zum Thema aufbauenden von Fisher entwickelten Methode STIR (Socio-Technical Integration Research) wurde ein Weg der Integration vorgestellt, bei dem ein sogenannter „embedded humanist“ direkt vor Ort an Produktionsstätten die Prozesse der Forschung und Entwicklung begleitet und durch Beobachtung und Formulierung sokratischer Fragen weitgehend eigeneinteressefreie und jeweils projektlogikgeleitete Änderungen im Sinne der Allgemeinverträglichkeit anregt.

Weitere Informationen finden Sie etwa hier:

https://www.technik-zum-menschen-bringen.de/forschung/integrierte-forschung
http://integrierte-forschung.net/
https://polite.fokos.de/#

 

Autor: Jacqueline Bellon
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