FoKoS besucht Fachtagung „Digitalisierung: Herausforderungen für Bildung und Schule“

FoKoS besucht Fachtagung „Digitalisierung: Herausforderungen für Bildung und Schule“

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Im Rahmen der Fachtagung „Digitalisierung: Herausforderungen für Bildung und Schule“ trafen sich am 8. Oktober 2019 Akteure aus dem Bereich Digitalisierung und Bildung der Region. Die FoKoS-Mitarbeiterin Kristina Röding stellte die „Gemeinsame Initiative Digitalisierung Siegen-Wittgenstein“ (GID) vor.

Mit dem „DigitalPakt Schule“ werden bundesweit insgesamt fünf Milliarden Euro für Digitalisierungsmaßnahmen im Bereich Bildung bereitgestellt. Für Nordrhein-Westfalens Schulen ist eine Milliarde vorgesehen. Vor diesem Hintergrund standen im Zentrum der diesjährigen Fachtagung „Digitalisierung: Herausforderungen für Bildung und Schule“ die Fragen danach, was mit der neu gewonnenen Ausstattung angestellt werden soll, welche pädagogischen Ziele im Zuge einer digitalisierten Bildung erreicht werden können und wie man sich besser vernetzt. In der Aula der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule in Siegen kamen dabei rund 75 Akteure aus dem Bereich Digitalisierung und Bildung der Region zusammen.

Kristina Röding vertrat bei der Fachtagung „Digitalisierung: Herausforderungen für Bildung und Schule“ das Forschungskolleg der Universität Siegen (FoKoS). Sie stellte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die kürzlich veröffentlichte kreisweite Digitalisierungsstrategie der „Gemeinsamen Initiative Digitalisierung Siegen-Wittgenstein“ (GID) vor. Die Initiative besteht aus den Kommunen des Kreises Siegen-Wittgenstein, dem Kreis Siegen-Wittgenstein, dem regionalen IT-Dienstleister SIT und dem Forschungskolleg der Universität Siegen. Ihr Ziel besteht darin, Antworten auf zentrale Fragen der kommunalen Digitalisierung zu finden: Wie können einzelne Kreise, Städte und Gemeinden – im Zusammenspiel mit der gesamten Region – von der Digitalisierung profitieren? Welche konkreten Initiativen sollten vor Ort prioritär angegangen werden? Wie können Behörden das hierfür erforderliche, knappe Personal gewinnen oder entwickeln? Wie können stark nachgefragte Digitalisierungsexperten in konkrete kommunale Projekte eingebunden werden? Wie kann die teils sehr große Last digitaler Initiativen gemeinsam mit anderen geschultert werden? In ihrem Vortrag betonte Kristina Röding, dass bei allen Überlegungen der Mensch im Mittelpunkt stehen müsse und die GID bereits ein gutes Beispiel für funktionierende interkommunale Zusammenarbeit darstelle.

Im Rahmen der Fachtagung „Digitalisierung: Herausforderungen für Bildung und Schule“ thematisierten außerdem drei Vorträge die angedachten Digitalisierungsmaßnahmen an Schulen aus verschiedenen Perspektiven. Wie Fördermittel aus dem DigitalPakt beantragt werden und welche Weiterbildungsangebote es für Lehrkräfte gibt, erklärte Dr. Stefan Werth, Leitender Regierungsschuldezernent der Bezirksregierung in Arnsberg und zuständig für die Generale Digitalisierung. Dabei unterstrich er ausdrücklich die Intention, den Akteuren im Rahmen dieser Fachtagung eine gemeinsame Plattform zu ermöglichen, um das Vorhaben Digitalisierung gemeinsam zu stemmen. Prof. Dr. Ingo Witzke von der hiesigen Universität und stellvertretender Direktor des Zentrums für Lehrerbildung thematisierte, basierend auf dem Projektantrag von „DigiMath4Edu“ für die Regionale 2025, wie Vernetzung zwischen Hochschule, Schulen und Unternehmen aus der Region ausgestaltet werden kann, um digitale Bildung nachhaltig möglich zu machen. Abschließend referierte der Leiter des Regionalen Bildungsbüros in Coesfeld darüber, wie Schulträger, Kommunen und Schulen mit Hilfe eines gemeinsamen Orientierungsrahmens im Kreis Coesfeld in Digitalisierungsfragen erfolgreich zusammenarbeiten.

Am 14. November 2019 schließt die Bildungskonferenz in der Siegerlandhalle an das Thema Bildung und Digitalisierung an. Dort sollen für die Region sinnvolle Handlungsschwerpunkte für die Zukunft identifiziert sowie die nächsten Schritte verabredet werden.

 

Text: Finja Walsdorff
Foto: Kristina Röding

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