Das FoKoS zu Gast beim Deutschen Kongress für Versorgungsforschung

Das FoKoS zu Gast beim Deutschen Kongress für Versorgungsforschung

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„Gemeinsam Verantwortung übernehmen für ein lernendes Gesundheitssystem“ war das Motto des diesjährigen Kongresses für Versorgungsforschung, bei dem das Forschungskolleg der Universität Siegen (FoKoS) telemedizinische Konzepte der „Digitalen Modellregion Gesundheit“ diskutierte.

Bereits zum 18. Mal lud das Deutsche Netzwerk Versorgungsforschung e. V. vom 9. bis zum 11. Oktober 2019 zum Deutschen Kongress für Versorgungsforschung ein. Im Zentrum des diesjährigen Kongresses stand die Frage danach, wie Prävention, Versorgung,

P­flege und Rehabilitation spürbar besser gemacht werden können. Hervorgehoben wurde außerdem die Gewissheit, dass Verbesserungen im Gesundheitssystem nur dann gelingen können, wenn die Erfahrungen und Sichtweisen der Patientinnen und Patienten, Angehörigen, Fachkräfte und weiterer Akteure einfließen. Regionale Unterschiede, persönliche Wünsche und individuelle Voraussetzungen müssen dabei berücksichtigt werden. Der diesjährige Deutsche Kongress für Versorgungsforschung setzte die Themen Versorgungsziele, Konsentierungsmethoden und Bürgerbeteiligung aus diesem Grund ganz oben auf die Agenda. Das diesjährige Motto „Gemeinsam Verantwortung übernehmen für ein lernendes Gesundheitssystem“ machte deutlich, dass sich Akteure aus unterschiedlichen Bereichen, darunter Wissenschaft, Patienteninitiativen und Medizin, zusammenschließen müssen, damit eine gute Versorgung für alle Bürgerinnen und Bürger gewährleistet werden kann.

Auch für das Forschungskolleg in Kooperation mit der Lebenswissenschaftlichen Fakultät der Universität Siegen ist die Versorgungsforschung ein zentrales Aufgabenfeld. Die Umsetzung der Forschungsergebnisse in die Praxis und die konkrete Verbesserung der Versorgung sind den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am FoKoS dabei ein besonderes Anliegen. Dr. Olaf Gaus, Geschäftsführer des FoKoS, diskutierte im Rahmen seines Besuchs des Deutschen Kongresses für Versorgungsforschung die Digitale Modellregion Gesundheit Dreiländereck vor. Die Initiative zielt darauf ab, zukunftsfähige Lösungsansätze für den Umgang mit einer sich abzeichnenden Herausforderung rückläufiger Ressourcen in der ärztlichen und pflegerischen Versorgung auf dem Lande zu entwickeln. Südwestfalen und die Nachbarkreise Altenkirchen (Rheinland-Pfalz) und Lahn-Dill-Kreis (Hessen) sollen zu einer Modellregion ausgebaut werden, in der digitale Konzepte in der Gesundheitsversorgung erprobt und erforscht werden.

 

Text: Finja Walsdorff
Foto: Alexander Keil

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