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Carl Friedrich Gethmann: Wertfreiheit oder Wertgeladenheit der Wissenschaft?

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Prof. Dr. Dr. h.c. Carl Friedrich Gethmann, Universitätsprofessor des Forschungskollegs der Universität Siegen und Mitglied des Deutschen Ethikrates, wird am 6. Juni 2019 einen Vortrag mit dem Titel „Werte, gibt’s die?“ halten. Dieser findet im Rahmen des interdisziplinären Symposiums des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs statt.

Ausgehend von der Beobachtung, dass die öffentliche Moraldebatte – vor allem in Deutschland – durchweg ohne weitere Problematisierung in einem „Wert-Jargon“ geführt wird, versucht der Vortrag zunächst, die Verwendung des Ausdrucks „Wert“ und die mit ihm gebildeten Wortzusammensetzungen sprachkritisch zu ordnen und harmlose Verwendungen von problematischen Bedeutungsplatonismen zu unterscheiden. Anschließend werden die oft nicht bedachten Präsuppositionen der Wertethik (z. B. überstarkes ontological commitment, Konstativismus, Rigorismus, soziale Exklusion) herausgestellt und in diesem Zusammenhang begründet, warum die Wertethik (im Unterschied zur Tugend-, Verpflichtungs- und Nutzenethik) in der gegenwärtigen internationalen fachethischen Debatte keine paradigmatische Rolle einnimmt. Abschließend wird skizziert, wie eine angemessene Konzeptualisierung moralischer Dissonanzen und ihrer Auflösung ohne Inanspruchnahme des Wertbegriffs ausgeführt werden kann.

Das interdisziplinäre Symposium „Wertfreiheit oder Wertgeladenheit der Wissenschaft? Der Streit um Faktizität, Objektivität und das öffentliche Wohl“ läuft vom 6. bis zum 7. Juni 2019 am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald (Martin–Luther–Straße 14, 17489 Greifswald). Der öffentliche Abendvortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Carl Friedrich Gethmann findet am Donnerstag, den 6. Juni 2019  um 19 Uhr statt. Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie hier.

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