Digitale Modellregion Gesundheit – Zukunft der ländlichen Versorgung

Digitale Modellregion Gesundheit – Zukunft der ländlichen Versorgung

DMGD, News

Welche zukunftsfähigen Lösungsansätze gibt es, um die künftige gesundheitliche Versorgung sicherzustellen? Diese und weitere Fragen wurden während des Themenabends im FoKoS diskutiert. Zu den Gesprächspartnern gehörte auch Bundesminister für Gesundheit Jens Spahn.

Wie wichtig zukunftsfähige Konzepte für die gesundheitliche Versorgung insbesondere auf dem Land sind, hat der Themenabend „Digitale Modellregion Gesundheit – Zukunft der ländlichen Versorgung“ am Forschungskolleg Siegen (FoKoS) mit Bundesminister für Gesundheit Jens Spahn gezeigt. Das drohende Problem einer ärztlichen und pflegerischen Unterversorgung auf dem Land wird längst nicht mehr nur auf Landesebene diskutiert. Auch auf Bundesebene gewinnt das Thema zunehmend an Priorität, wie Jens Spahn verdeutlichte. Er griff aktuelle Herausforderungen auf, die mit dem Hausärztemangel einhergehen und betonte, dass es vor allem einen festen Rahmen für das weitere Vorgehen benötige. „Wichtig ist, dass der Republik nicht einfach ein System übergestülpt wird, sondern dass Konzepte regional ausprobiert werden“, erklärte Spahn.

Zuvor hatte sich Bundesminister für Gesundheit Jens Spahn mit einem Rundgang durch das Foyer des Forschungskollegs mit einzelnen Projekten zur Digitalen Modellregion Gesundheit Südwestfalen vertraut gemacht. Insbesondere die Projekte INTEGER und DataHealth, in denen es um die Unterstützung der gesundheitlichen Versorgung durch mobile Geräte sowie einer unmittelbaren Übermittlung von Gesundheitsdaten an die Arztpraxis geht, beeindruckten Jens Spahn: „Was Sie hier machen, ist beispielhaft für andere Regionen. Hier ist ‚Lust drauf‘ zu spüren – und das ist für so ein Vorhaben immer gut.“

„Wie muss eine digitale Praxis als solche überhaupt aussehen?“ Diese und weitere Aspekte beschäftigten Prof. Dr. Rainer Brück, stellvertretender Direktor des FoKoS, nicht nur an diesem Abend, sondern auch im täglichen Forschungsbetrieb. „Man kann vieles beginnen, aber man muss auch zeigen, dass es funktioniert“, erklärte er. Der Standort Südwestfalen biete mit seiner ländlichen Struktur und einem gleichzeitig florierenden Mittelstand beste Voraussetzungen für eine Digitale Modellregion Gesundheit.

Auch der Europaabgeordnete der CDU, Dr. Peter Liese, sprach sich für die Digitalisierung im Gesundheitswesen aus. „Es geht um die Nutzung neuer Technik, denn es wird nicht immer ein Arzt vor Ort sein“, erklärte er. Wie angespannt die Situation beispielweise ist, wenn eine hausärztliche Praxis ohne Nachfolge schließen muss, hat sich in jüngster Vergangenheit an verschiedenen Standorten in Westfalen gezeigt. Vor diesem Hintergrund und in enger Kooperation mit der Lebenswissenschaftlichen Fakultät der Universität Siegen sowie kommunalen Partnern in der Region hat das FoKoS Forschungsprojekte zur Digitalen Modellregion Gesundheit Südwestfalen auf den Weg gebracht.

Nicht nur das FoKoS, sondern auch die Region Südwestfalen ist bereit für ein so umfassendes Vorhaben, wie es an diesem Abend vorgestellt wurde. „Die Region will Modellregion werden. Sie will modellartig an das Thema digitale Medizin herangehen“, sagte Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves, Direktor des FoKoS, zum Abschluss der Veranstaltung, die er auch moderierte.

 

Presse

Radio Siegen 24.05.2019
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WDR Fernsehen 24.05.2019
Lokalzeit Südwestfalen
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Siegener Zeitung 24.05.2019
Diese Region hat Lust voranzugehen

Westfalenpost 24.05.2019
Spahn: „Lust auf Zukunft zu spüren“

Westfalenspiegel 29.05.2019
Ministerlob für Digitalprojekte

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